Aufbewahrungsort Prag, Stadtarchiv, Rkp. 8200
[früher Privatbesitz Vincenz Hasak, Weißkirchlitz; davor Privatbesitz Matthäus Kuppitsch, Wien]
Codex noch 165 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt Sammlung dt. geistl. Texte (u.a. Gerard von Vliederhofen; 'Streit der vier Töchter Gottes'; 'Nordböhmischer Totentanz'; Johann von Neumarkt; Johannes von Paltz), dazu u.a.

Bl. II*r-II*v: Spruchsammlung (nach Bl. II*v Blattverlust, die Forts. der Spruchsammlung ist anhand der Abschrift von Goldhann, S. 128f. [s. ergänzender Hinweis] rekonstruierbar), darin
Freidank (anonym): 14 Verse (s. gesonderte Aufstellung)
Blattgröße 75 x 75 mm
Schriftraum 60 x 56 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl Bl. II*r-II*v: 15
Versgestaltung Bl. II*r-II*v: Verse abgesetzt
Entstehungszeit Ende 15. Jh. (Bl. 19r, 112r, 140v: 1496; Bl. 162r: 1498; Bl. 166v: 1499)
Schreibsprache "nordbairisch mit einigen mitteldeutschen Kennzeichen ('nordböhmisch')" (A. Hausmann, brieflich)
Literatur
  • Franz Joseph Mone, Nachweisung altteütscher Gedichte, in: Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit 8 (1839), Sp. 208-217, 347-354, hier: Sp. 209-211. [online] [BSB online]
  • Berndt Jäger, "Durch reimen gute lere geben". Untersuchungen zu Überlieferung und Rezeption Freidanks im Spätmittelalter (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 238), Göppingen 1978, S. 178, 277.
  • Rukopisné Fondy Archivů v České Republice, Redaktor svazku: Marie Tošnerová (Průvodce Po Rukopisných Fondech V České Republice II), Prag 1998 [Einführung in dt. Sprache unter dem Titel: Handschriften in Archiven der Tschechischen Republik], S. 144.
  • Albrecht Hausmann, Mitten wyr ym leben sind. Ein Neufund zur Vorgeschichte eines Kirchenliedes von Martin Luther, in: Vom vielfachen Schriftsinn im Mittelalter. Festschrift für Dietrich Schmidtke, hg. von Freimut Löser und Ralf G. Päsler (Schriften zur Mediävistik 4), Hamburg 2005, S. 103-122.
  • Handschriftencensus / Marburger Repertorium deutschsprachiger Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts [online]
Ergänzender Hinweis In der Staatsbibl. Berlin befindet sich unter der Signatur mgq 488 eine Abschrift der heute nicht mehr vollständigen Hs. von Franz Goldhann aus dem 19. Jh.
Dezember 2016