Aufbewahrungsort Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 5339a
Codex noch 399 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt umfangreiche Sammlung kleinerer dt. Vers- und Prosatexte (Erzählungen, Sprüche, Segen, Gebete etc.; mehrere Stücke von Hans Rosenplüt), darunter Bl. 150v-161v eine Priamelsammlung, darin

Bl. 160v: Achtzeiler aus Grimm/Bezzenberger 97,14f. + zwei Versen, die in Rudolfs von Ems 'Alexander' Freidank zugeschrieben sind + Grimm/Bezzenberger 57,6-9:

Wem glück ist beschert /
Der ist daheymen wo er vert /
Wil gluck nit zu dem man /
So hilfft nit was er kan /
Vnd doch nymandt geleben mag /
Dreissig Jar vnd einen tag /
Jm gesprech leibs oder guts /
Weisheit oder muts


(auch in München, Staatsbibl., cgm 466 und Stuttgart, Landesbibl., Cod. poet. et phil. 2° 7; die ersten vier Zeilen in Nürnberg, Stadtbibl., Cod. Cent. VI, 43p)
Blattgröße 200 x 145 mm
Schriftraum 140 x 100 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 20-21
Versgestaltung Verse abgesetzt
Entstehungszeit um 1472
Schreibsprache nordbair.
Schreibort Nürnberg (?) (vgl. Kiepe, S. 332)
Literatur
  • Lotte Kurras, Die deutschen mittelalterlichen Handschriften, Erster Teil: Die literarischen und religiösen Handschriften. Anhang: Die Hardenbergschen Fragmente (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg 1,1), Wiesbaden 1974, S. 47. [online]
  • Hansjürgen Kiepe, Die Nürnberger Priameldichtung. Untersuchungen zu Hans Rosenplüt und zum Druck- und Schreibwesen im 15. Jahrhundert (MTU 74), München 1984, S. 330-348, 420.
  • Handschriftencensus / Marburger Repertorium deutschsprachiger Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts [online]
Archivbeschreibung
  • A. Gerbig (1908) 66 Bll.
  • H. Niewöhner (1920) 78 Bll.
  • H. Niewöhner (1930) 129 Bll.
Mai 2010